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Trainingssteuerung / Superkompensation
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Trainingssteuerung / Superkompensation

Hört sich irgendwie schon geil an: Superkompensation!
Klingt ein bisschen nach Superman, oder nach dem Allheilmittel für wenig Tun und viel erreichen.
Ist das ein Trick? Vielleicht das Geheimnis der Supersportler; derjenigen die uns weglaufen, die stärker und  schneller sind und die all diese schweren Rennen gewinnen?
Gar keine so einfache Frage und wohl noch schwerer die Antwort, denn nach meinem Wissensstand ist es wohl eine Mischung aus ja und nein.
Definition: -zitiert "Akademie für Sport & Gesundheit"-
"Die Superkompensation ist eine überschießende Anpassungsreaktion des Organismus infolge einer belastungsinduzierten Auslenkung aus der Homöostase. Die ausgelösten Wiederherstellungsvorgänge verbessern die Leistungsfähigkeit über das Ausgangsniveau hinaus. Die Superkompensationsphase tritt infolge der Belastung erst im Anschluss an eine Erholungsphase ein und ist zeitlich reversibel."
Na dann los, werden wir Supersportler! Ähm ... Wie nochmal? Hahahaha ... easy oder?
Ich versuche das mal in einfache Worte zu packen:
"Nach einem Trainingsreiz benötigt der Körper eine gewisse Zeitspanne an Erholung um Muskeln aufzubauen und wieder leistungsfähig zu werden. Wenn diese Erholung abgeschlossen ist, kann auf den Reiz ein neuer erfolgen, welcher dann dazu führt, dass ein weiterer Fortschritt, basierend auf dem vorherigen von statten geht. Somit Weiterentwicklung!"
Hoffentlich zumindest ein wenig verständlicher.
Aber soweit so gut, was hilft uns das beim Training?
Ich nehme es mal ein bisschen vorweg: ohne professionelle Betreuung erst mal nicht herausragend viel, denn ohne genaue Messwerte über unseren tatsächlichen Zustand bleibt es ein ewiges trial & error-Verfahren. Und das macht oft auch einen der Unterschiede zu den ganz großen Sportlern: Betreuung!
Mist kein Allheilmittel! Ja schade, aber ein bisschen hilft es schon, bzw. es kann helfen wenn man sich damit beschäftigt.
Mir hat es vor allem geholfen mal ein  paar Sachen zu verstehen:
1. Viel bringt nicht automatisch viel mehr .
2. Erholung ist Teil des Trainings!!! (1.000 mal gehört, 1.000 mal nicht beachtet)
3. Höre auf deinen Körper, er gibt das Start- und Pausesignal.
4. Ohne professionelle Unterstützung gibt es einfach Grenzen, akzeptiere diese.
Was heißt das nun für mich und mein Training?
Warum ich laufe hat verschiedene Gründe: Spaß, Freude an der Natur, Ausgleich zum Alltag, Stressabbau, Freunde treffen und ja auch besser werden und Wettkämpfe erfolgreich finishen. Irgendwie sogar Freude am Quälen, Freude am Grenzen ausloten; frei nach Goethe: Nur wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen
Da aber final die Freude am Tun bei mir Mittelpunkt bleiben soll, bin ich nur wenig stringent in meinem Trainingsplan. Ich versuche eine typische Woche folgendermaßen aufzubauen:
4-5 Einheiten (+ Stabi, Dehnen, Koordination)
A) 2 x lange Läufe
B) 1 x schnelle, kurze Einheit
C) 1 x Fahrtspiel
D) 1 x Höhenmeter individuell
Und genau so wie es da steht ist es eben nicht in Stein gemeißelt, es ist, sagen wir mal, sehr situationselastisch. Lang und schnell sind immer auch Definitionssache.
Wenn ein Kumpel anruft um mit mir laufen zu gehen, geht mir das fast immer vor, egal ob schneller oder langsamer. Freu(n)de halt!
Aber wie hilft mir nun das Superkompensationsmodell?
Na recht einfach; ich höre auf meinen Körper! Ich versuche bewusst zu spüren was er sagt. Geht heute viel oder wenig, geht es schnell oder besser langsam, bin ich eher müde oder eher agil. Danach richte ich flexibel meinen Trainingsplan. Dann wird aus einem langen Lauf ein kurzer, oder aus vielen Höhenmetern mal weniger und natürlich umgekehrt. Mit dem Wissen dass Entwicklung aus dem Zusammenspiel zwischen Reiz & Erholung besteht geht es so langsam voran. Grundsätzlich natürlich viel langsamer als professionell betreut Freude am Tun eben ??
-Das Ziel Transalpine Run lässt dies zweifelsohne nicht ausschließlich zu. 7 Tage Belastung wollen natürlich trainiert werden. Somit war es in den letzten 6 Monaten sehr wichtig immer mal wieder an 3-4 Tagen in Folge längere Läufe, oder zumindest Laufeinheiten anzusetzen. Das hat wahrlich nicht immer Spaß gemacht, aber wer Ziele hat muss auch hier situationselastisch sein ?? -
Mir ist vollkommen bewusst, dass gute Läufer, alle die sich unbedingt schnell weiterentwickeln wollen & Experten des Metiers das hier alles als Geschwafel beurteilen werden, aber hey, ihr lest diesen Blog auf einer "Profiseite", die Flexyfit-Jungs & Mädels helfen euch bei allen Fragen rund um dieses und alle anderen Sportthemen. Einfach mal durchscrollen und das passende raussuchen.
Von meiner Seite: viel Spaß allen Hobbyläufern & ambitionierten Sportlern...
c u out there, mit oder ohne Superkompensation :)
Jerry von #matsundjerry
Erstellt am 25.7.2018